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Europawahl am Sonntag: Geringe Wahlbeteiligung in NRW

zuletzt aktualisiert: 07.06.2009 - 13:14

Düsseldorf (RPO). Allen Aufrufen zum Trotz fällt die Beteiligung an der Europawahl in Nordrhein-Westfalen offenbar gering aus. Bis zum Mittag gaben Stichproben zufolge lediglich 18 Prozent der Wahlberechtigten ihr Votum ab.

Die Bevölkerung in NRW ist im Schnitt deutlich älter geworden.  Foto: rponline
Die Bevölkerung in NRW ist im Schnitt deutlich älter geworden. Foto: rponline

Landeswahlleiterin Helga Bock teilte am Mittag mit, dass bis 12.00 Uhr die Wahlbeteiligung in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens im Durchschnitt bei 18 Prozent lag.

Die stichprobenartige Umfrage wurde durchge-führt im Kreis Düren, im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Gütersloh sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim a.d. Ruhr.

Im Vergleich zur letzten Europawahl 2004 ist die Wahlbeteiligung damit in diesen ausgewählten Bereichen deutlich niedriger. Die landesweite Wahlbeteiligung hatte 2004 am Ende des Wahltages bei 41,1 Prozent gelegen.

Merkel und Steinmeier rufen zum Urnengang auf

Unmittelbar vor Beginn der Europawahl in Deutschland hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf die wichtige Rolle der EU bei der Überwindung der Rezession hingewiesen und die Bürger zum Wählen aufgerufen.

Mit Blick auf die Folgen der Krise sagte zum Merkel zum Abschluss des CDU-Wahlkampfs am Samstag in Heidelberg: "So etwas darf sich auf der Welt nie wiederholen." Wenn die 27 EU-Mitgliedsstaaten bei diesen Themen zusammenarbeiteten, könne etwas bewegt werden.

Auch SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hatte an die Deutschen appelliert, wählen. "Heute ist wunderbares Wahlwetter", sagte Steinmeier, als er selbst bei strömendem Regen in Berlin seine Stimme abgab. "Draußen kann man nicht viel anderes machen." Dies sei ein weiterer Grund, ins Wahllokal zu gehen. Er hoffe auf eine höhere Beteiligung als bei der letzten Europawahl.

Wahl in 27 Mitgliedsstaaten

Die Europawahl findet in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU statt. Als erste EU-Mitglieder hatten bereits am Donnerstag die Niederlande und Großbritannien ihre Wahllokale geöffnet. Am Freitag folgten unter anderem Irland und die Tschechische Republik. Die meisten Mitgliedsstaaten wählen am Sonntag gemeinsam mit Deutschland. In ganz Europa sind insgesamt 375 Millionen Menschen wahlberechtigt.


 
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