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Griechenland-Schuldenkrise
Bis zum 20. August sollen Lösungen her

Griechenland: Bis zum 20. August sollen Lösungen her
Jean Claude Juncker. FOTO: afp, JT/RT
Athen. Am 20. August wird für Griechenland die nächste Rate an die Europäische Zentralbank fällig. Bis dahin sollten Lösungen gefunden worden sein, glaubt zumindest EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Die Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den Gläubigern über zusätzliche Reformschritte gehen am Mittwoch in Athen weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei die geplanten Privatisierungen von Staatsunternehmen. Zudem soll es am Mittwoch ein Resümee der bislang erörterten Themen geben, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums.

Die Gespräche drehen sich nach übereinstimmenden Informationen der griechischen Presse vor allem darum, wie der Privatisierungsfonds Taiped umstrukturiert werden soll, damit in den kommenden 30 Jahren die anvisierten 50 Milliarden Euro durch den Verkauf griechischen Staatsvermögens in die öffentlichen Kassen fließen. Mit einem Teil der Verkaufserlöse sind Schuldenrückzahlungen geplant.

Porträt: Das neue Kabinett in Athen FOTO: ap

Der EU-Kommissionspräsident glaubt an eine schnelle Einigung: "Alle Berichte, die ich erhalte, deuten auf eine Einigung diesen Monat hin, vorzugsweise vor dem 20.", wenn Athen 3,4 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zahlen muss, sagte Juncker in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch.

Die Gläubiger fordern von Athen außerdem, Steuererleichterungen für Bauern abzuschaffen, ein höheres Renteneintrittsalter einzuführen, Streiks durch neue Gesetze einzuschränken und den Arbeitsmarkt zu liberalisieren. Eine Einigung auf die meisten dieser Themen ist Voraussetzung für ein drittes Hilfspaket in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro. Viel Zeit hat Griechenland nicht: Am 20. August muss der klamme Euro-Staat 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zahlen.

Das A und O der Griechen-Krise
(dpa)
 
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