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Schuldenkrise in Griechenland
Eurogruppe "erschüttert" nach Verhandlungen mit Athen

Porträt: Alexis Tsipras - selbsternannter Retter Griechenlands
Porträt: Alexis Tsipras - selbsternannter Retter Griechenlands FOTO: dpa, sp ase tba
Frankfurt/Main . Einem Medienbericht zufolge hinterließ die Regierung Tsipras bei der letzten Verhandlungsrunde mit den Eurostaaten einen schlechten Eindruck. "Wie einTaxifahrer" habe deren Vertreter immer nur gefragt, wo das Geld bleibe.

Es gebe in der Frage von Strukturreformen keinerlei Bewegung auf griechischer Seite, zitierte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" Vertreter der Eurogruppe. So sei Athen nicht bereit, über eine Kürzung von Beamtenpensionen zu reden.

Ein Treffen der Finanzstaatssekretäre am vergangenen Mittwoch in Brüssel sei von Teilnehmern als "erschütternd" beschrieben worden, berichtete die Zeitung weiter. Die Griechen hätten einen neuen Vertreter geschickt, den Generalsekretär im Finanzministerium Nikos Theocharakis. Dieser habe "wie ein Taxifahrer" immer nur gefragt, wo das Geld bleibe, und erklärt, sein Land sei in Kürze zahlungsunfähig.

Die Vertreter der Eurogruppe gaben der Links-rechts-Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras dem Bericht zufolge Zeit bis zum 20. April, um eine akzeptable Liste mit Reformen vorzulegen. Nur dann könnten EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) die Maßnahmen rechtzeitig vor dem Treffen der EU-Finanzminister am 24. April bewerten.

Die Regierung Tsipras war im Januar in Athen an die Macht gekommen und hatte die von den internationalen Geldgebern zur Abwendung eines griechischen Staatsbankrotts auferlegten Reformpläne zunächst aufgekündigt. Seither verhandelt Griechenland mit der EU über weitere Finanzhilfen.

Weil Athen die Forderung der Euroländer nach konkreten und belastbaren Reformen und Sparmaßnahmen bislang nicht erfüllt hat, halten diese weitere Notkredite zurück. Damit besteht weiterhin die Sorge vor einer Pleite Griechenlands und damit einhergehenden unkalkulierbaren Folgen für die Griechen und die Eurozone.

(AFP)
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