| 19.42 Uhr

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem
"Einigung mit Griechenland bis Freitag ausgeschlossen"

Griechenland: Jeroen Dijsselbloem hält Einigung in der Schuldenkrise für ausgeschlossen
Eurogruppen-Chef Dijsselbloem im Gespräch mit dem griechischen Finanzminister Giannis Varoufakis. FOTO: dpa, ase hpl
Den Haag. Die Zeit drängt für Griechenland. Nach dem Spitzengespräch in Berlin scheint eine Einigung mit den Geldgebern möglich. Doch Eurogruppen-Chef Dijsselbloem dämpft den Optimismus.

Eine schnelle Einigung der Geldgeber mit Griechenland noch in dieser Woche ist nach Ansicht des Vorsitzenden der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, nicht zu erwarten. "Es werden Fortschritte gemacht, aber es ist echt noch nicht genug." Auf eine Frage, ob Griechenland dennoch bis Freitag 300 Millionen Euro für die Rückzahlung eines IWF-Kredites erhalten könne, antwortete der niederländische Finanzminister in einem Interview mit dem niederländischen TV-Sender RTL: "Das ist praktisch und auch theoretisch ausgeschlossen".

Auch Konzessionen der Geldgeber könne die griechische Regierung nicht erwarten. "Wir werden ihnen nicht auf halbem Weg entgegen kommen", sagte Dijsselbloem. Athen müsse die Bedingungen erfüllen und Pläne für einen ausgeglichenen Haushalt und eine Erholung der Wirtschaft erfüllen.

Hintergrund: Worterklärungen zur griechischen Schuldenkrise

"Es gibt jetzt Signale aus Griechenland, dass sie zu seriösen Schritten bereit sind," sagte der Eurogruppen-Chef. Die griechische Regierung müsse aber erkennen, dass sie "vielleicht mit zu vielen Versprechen" die Wahlen gewonnen habe und das auch "ehrlich den Wählern" mitteilen.

Dijsselbloem warnte auch vor einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone. "Das ist nicht im Interesse Griechenlands und auch Europas." Darüber werde oft zu leichtfertig geurteilt, warnte er.

(dpa)
 
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