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Schuldenkrise
IWF: Weltwirtschaft würde "Grexit" überleben

Griechenland: Weltwirtschaft würde den Grexit laut IWF überleben
IWF-Chefin Christine Lagarde FOTO: dpa, pt fpt
Washington. Die Weltwirtschaft wächst stetig, die USA kommen in Schwung, selbst in der Eurozone geht es weiter voran, meint der IWF. Nur in Griechenland könnte alles viel schlimmer werden. Doch im Klartext meint der IWF: Keine Angst vor dem "Grexit".

Ungeachtet der Griechenland-Krise befindet sich die Euro-Zone nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter auf einem moderaten Wachstumspfad. Nach einem lauen Ergebnis im vergangen Jahr (0,8 Prozent) dürfte das Plus dieses Jahr 1,5 Prozent, im kommenden Jahr 1,7 Prozent betragen, meint der IWF in seinem aktualisierten Weltwirtschaftsausblick.

Allerdings könnten die Krise in Griechenland selbst "viel schlimmere Auswirkungen" haben als bisher angenommen. Die Weltwirtschaft werde dieses Jahr um 3,3 Prozent zulegen - vor allem in den USA zieht die Konjunktur stark an.

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Die ökonomischen Gefahren eines Ausscheides Griechenlands aus dem Euro hält IWF-Chefökonom Olivier Blanchard alles in allem für überschaubar. "Der Rest der Welt würde das vermutlich ganz gut überleben", sagte er am Donnerstag in Washington vor Journalisten.

Ausdrücklich warnte er davor, die Auswirkungen der Euro-Krise und des Börsen-Crash in China zu überschätzen. Blanchard: "Bitte konzentrieren Sie sich nicht zu stark auf Griechenland und die Ereignisse in China!"

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Angesichts der Wachstumsdelle in den USA zum Jahresbeginn reduziert der IWF seine Wachstumserwartungen für die globale Wirtschaft für dieses Jahr leicht (minus 0,2 Prozentpunkte) nach unten. Für das nächste Jahr werde aber ein Plus von 3,8 Prozent erwartet.

Für Deutschland rechnet der IWF in diesem Jahr mit moderaten 1,6 Prozent Wachstum. 2015 dürften es demnach 1,7 Prozent sein.  

Viel Lob gab es für die USA. Im laufenden Jahr wachse die weltgrößte Volkswirtschaft um 2,5 Prozent, im Folgejahr gar um 3,0 Prozent. Die Erholung in den USA sei "sehr stark", meinte Blanchard. Den Einbruch zum Jahresanfang wegen des kalten Winters nannte er "einen Unfall".

Unklar sei weiterhin, wann die US-Zentralbank erstmals ihre Zinsen wieder anzieht. Es sei für die Weltwirtschaft aber nicht entscheidend, "ob dies im September oder im Dezember geschieht".  

(dpa)
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