Schwedens Finanzminister Anders Borg : Griechenlands Euro-Austritt kommt bald
zuletzt aktualisiert: 13.10.2012 - 22:28Stockholm (RPO). Das krisengeschüttelte Griechenland wird nach Einschätzung Schwedens die Euro-Zone mittelfristig wahrscheinlich verlassen müssen. Finanzminister Anders Borg geht davon aus, dass dies in den nächsten sechs Monaten geschehen könne.
"Da sie nicht wirklich die notwendigen Maßnahmen ergreifen können und ihre Wettbewerbsfähigkeit so schlecht ist, ist es schwer zu verstehen, wie sie die Situation unter Kontrolle bekommen wollen, ohne ihre Konkurrenzfähigkeit durch eine deutliche Abwertung der Währung zu verbessern", sagte der schwedische Finanzminister Anders Borg am Samstag.
"Ich denke, daraus muss man schlussfolgern, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass sie aus der Euro-Zone austreten werden. Man sollte nicht ausschließen, dass das während des nächsten halben Jahres passieren könnte," ergänzte der Finanzminister.
Die internationale Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission überprüft derzeit die Finanzlage Griechenlands und wird wahrscheinlich im November einen Bericht darüber vorlegen.
Ein positiver Bescheid ist die Voraussetzung dafür, dass das Land eine weitere Tranche von gut 30 Milliarden Euro aus einem 130-Milliarden-Euro-Hilfspaket erhält. Wegen der Rezession und der schleppenden Umsetzung von Reformen hinkt Griechenland dem Sanierungsplan hinterher.

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