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Schuldenkrise
IWF bekräftigt Bereitschaft zur Unterstützung Griechenlands

IWF bekräftigt Bereitschaft zur Unterstützung Griechenlands
Der IWF mit Chefin Christine Lagarde hat seine Bereitschaft zur Unterstützung Griechenlands bekräftigt. FOTO: dpa, pt fpt
Washington. Nach der Einigung im Schuldenstreit mit Griechenland hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Bereitschaft zur weiteren Unterstützung der Regierung in Athen bekräftigt.

"Der IWF steht bereit, mit den griechischen Behörden und den europäischen Partnern zusammenzuarbeiten, um dabei zu helfen, diese bedeutenden Bemühungen voranzubringen", erklärte IWF-Sprecher Gerry Rice am Montag in Washington. IWF-Chefin Christine Lagarde, die an dem nächtlichen Verhandlungsmarathon in Brüssel teilgenommen hatte, unterrichtete den Angaben zufolge den Exekutivrat des Währungsfonds über die Ergebnisse.

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone hatten am Montagmorgen grünes Licht für Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm für das von der Staatspleite bedrohte Griechenland gegeben. Sie knüpften dies aber an umfangreiche Bedingungen - darunter die weitere Beteiligung des in Athen ungeliebten IWF an dem Programm.

Griechenland war Anfang Juli als erstes Industrieland beim Währungsfonds in Zahlungsverzug geraten. Athen ließ die Frist für eine fällige Rate von 1,5 Milliarden Euro verstreichen. Zuvor hatten Griechenlands Euro-Partner ihr bisheriges Hilfsprogramm für Athen auslaufen lassen, nachdem Verhandlungen über eine Verlängerung geplatzt waren.

Am Montag musste Griechenland eigentlich eine weitere Rate von 455 Millionen Euro beim IWF begleichen. Das Land droht damit noch tiefer in den Zahlungsverzug zu rutschen. Solange Athen säumig ist, darf der Währungsfonds keine neuen Finanzhilfen gewähren. Mit frischen Hilfsgeldern der Europartner könnte Athen den Rückstand in den kommenden Wochen begleichen.

(AFP)
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