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Theresa May kämpferisch
"Jetzt an die Arbeit"

"An die Arbeit": May will Regierung bilden
Düsseldorf/London. Die britische Premierministerin hat von der Queen den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen. Mithilfe der nordirischen DUP wollen die Konservativen die Mehrheit im Parlament stellen. May hält am Beginn der Brexit-Verhandlungen in zehn Tagen fest. 

Lange haben die Journalisten vor dem Regierungssitz der Premierministerin ausharren müssen. Ursprünglich wollte Theresa May um 11 Uhr vor der Tür von Downing Street No. 10 eine Erklärung abgeben. Es wurde dann 14 Uhr. Sie sei bei Ihrer Majestät gewesen, erklärte sie. Und sie werde eine Regierung bilden. Mit diesen Sätzen leitete May ihre Erklärung schließlich ein. 

Sie wolle eine Regierung bilden, die Sicherheit bietet und Großbritannien in die Zukunft führt. Diese Regierung werde außerdem in zehn Tagen mit den Brexit-Austrittsverhandlungen beginnen. In Brüssel war am Vormittag orakelt worden, dass sich der Beginn der Austrittsverhandlungen verzögern könnte, weil die Mehrheitsverhältnisse in Großbritannien nicht ganz klar waren. 

Großbritannien wählt - der Tag in Bildern FOTO: dpa, tba

Und dann kam alles anders

May hatte vor sechs Wochen Neuwahlen angesetzt, um sich für die anstehenden Verhandlungen eine satte Mehrheit zu verschaffen. Doch am Donnerstag kam es anders. Die Konservative Partei musste Verluste hinnehmen. Von 650 Parlamentssitzen erhielten die "Tories" nur noch 318. 326 wären für eine absolute Mehrheit nötig. Die Labour-Partei erhielt 261 Sitze. Der Londoner Wahlbezirk Kensington musste am Freitagnachmittag noch ausgezählt werden. 

Video: Viele Briten reagieren genervt

May teilte am Freitagmittag außerdem mit, sie wolle zusammen mit der nordirischen "Democratic Unionist Party" koalieren. Diese hatte bei den Neuwahlen zehn Sitze gewonnen. Zusammen haben Konservative und DUP die absolute Mehrheit. Sie sprach von der Regierung, "die ich führen werde". "Wir wollen jetzt unsere Energie auf einen erfolgreichen Brexit-Abschluss kanalisieren, der ein Erfolg für alle werden soll."

"Wir werden die Ideologie des islamischen Islamismus bekämpfen." Dafür werde man die Sicherheitsbehörden mit allen Befugnissen ausstatten, die diese benötigten.

Sie wolle ein Land regieren, "in dem der Wohlstand und die Chancen gleichmäßig verteilt sind". Sie wolle Fairness und Chancen zum Herzstück ihrer neuen Regierung machen, um das Versprechen des Brexit möglich zu machen.

Sie verabschiedete sich mit den Worten: "Jetzt an die Arbeit."

(heif/vek)
 
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