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Flüchtlingskrise
UN-Ermittler: "Ohne Frieden in Syrien kein Ende der Flüchtlingsströme"

"Kein Ende der Flüchtlingskrise ohne Frieden in Syrien"
UN-Ermittler sagen: "Solange in Syrien kein Frieden herrscht, wird die Flüchtlingskrise kein Ende nehmen." FOTO: dpa, tba
Genf. Die Flüchtlingsströme werden nicht nachlassen, solange es in Syrien keinen Frieden gebe. Das ist die Überzeugung von UN-Ermittlern. Russland, die USA und der UN-Sicherheitsrat müssten gemeinsam auf eine Lösung hinwirken. 

Das weitgehende Versagen des Westens angesichts des Krieges in Syrien ist nach Überzeugung von UN-Ermittlern mitverantwortlich für die Massenflucht nach Europa. Das Leid, das an Grenzen und Bahnhöfen Europas sichtbar werde, sei auch der "Preis für das Unvermögen, in Syrien Frieden zu schaffen", erklärte der Leiter der vom UN-Menschenrechtsrat berufenen Untersuchungskommission für Syrien, Paulo Sérgio Pinheiro, am Montag in Genf.

"Der Grund für den syrischen Exodus besteht darin, dass dort Zivilisten die Hauptziele der Angriffe durch die verfeindeten Parteien sind", sagte Pinheiro bei einer Debatte des Rates über den Syrien-Konflikt. Ohne Frieden in Syrien sei kein Ende der Fluchtbewegung absehbar. Sowohl das Assad-Regime, als auch die verschiedenen Rebellengruppen und der Terrormiliz IS würden Kriegsverbrechen begehen und die Bevölkerung drangsalieren.

Pinheiro appellierte an Russland, die USA und den UN-Sicherheitsrat, gemeinsam auf eine Lösung hinzuwirken. Die Lieferung von Waffen nach Syrien müsse aufhören. Und Staaten mit Einfluss in der Region müssten Bemühungen des UN-Sondervermittlers für Syrien, Staffan de Mistura, um Verhandlungen über Kompromisse zur Schaffung von Frieden endlich rückhaltlos unterstützen.

(dpa)
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