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Britische Premierministerin
May weist Rücktrittsforderungen zurück

Britische Premierministerin: May weist Rücktrittsforderungen zurück
Großbritanniens Premierministerin Theresa May. FOTO: ap
Maidenhead/London. Bei den britischen Konservativen mehren sich die Rufe nach einer Ablösung von Premierministerin May. Aber sie trotzt den Rücktrittsforderungen.

"Was das Land braucht, ist eine ruhige Führung, und das ist, was ich mit der vollen Unterstützung meines Kabinetts abliefere", sagte die britische Premierministerin Theresa May der BBC am Freitag bei einem Besuch in ihrem Wahlkreis Maidenhead.

May steht seit der vorgezogenen Parlamentswahl im Juni, bei der ihre Partei die absolute Mehrheit verlor, und einer pannenreichen Parteitagsansprache am Mittwoch unter enormem Druck. Britische Medien spekulieren heftig über einen vorzeitigen Abtritt Mays.

Ein konservativer Abgeordneter forderte offen, May solle sich einer Wahl um die Parteispitze stellen. Grant Shapps sagte der BBC am Freitag, er wisse von etwa 30 weiteren Mitgliedern der Regierungsfraktion, die diese Forderung unterstützen. Darunter seien auch Minister. Für einen Misstrauensantrag gegen die Regierungschefin wären die Unterschriften von 48 konservativen Abgeordneten notwendig.

Mehrere Kabinettsmitglieder sprachen sich indes öffentlich für Mays Verbleib als Regierungschefin aus. Die "überwiegende Mehrheit der konservativen Abgeordneten" wolle, dass sich die Premierministerin auf die Aufgabe konzentriere, für die sie gewählt worden sei, sagte Umweltminister Michael Gove im BBC-Radio am Freitag.

Auch Innenministerin Amber Rudd stellte sich hinter May. In einem Gastbeitrag in der konservativen Tageszeitung "Daily Telegraph" verteidigte sie Mays Parteitagsrede, bei der May eine Verkettung unglücklicher Umstände in die Quere gekommen sei.

May litt bei der Ansprache am Mittwoch unter Hustenanfällen und wurde von einem Komiker unterbrochen, der ihr ein angebliches Entlassungsschreiben überreichte. Zu allem Übel fielen dann auch noch Buchstaben aus dem Parteitagsmotto an der Wand hinter der Premierministerin. Die Öffentlichkeit müsse sich jetzt auf die Inhalte von Mays Rede konzentrieren, schrieb Rudd.

(wer/dpa/REU)
 
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