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Land will Grenze endgültig schließen
Mehr als 4000 Flüchtlinge gelangen an einem Tag nach Ungarn

Fotos: Flüchtlinge fliehen aus Lagern in Röszke und Bicske
Fotos: Flüchtlinge fliehen aus Lagern in Röszke und Bicske FOTO: ap
Budapest. Vor der angekündigten Grenzschließung ist in Ungarn am Samstag eine Rekordzahl von 4330 Flüchtlingen registriert worden. Das waren knapp 600 mehr als beim bisherigen Tageshöchsstand am Donnerstag, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Im Laufe des Tages werde stetig mit neuen Ankömmlingen aus Serbien gerechnet. Die Behörden ließen Flüchtlinge in Zügen und Bussen Richtung Österreich weiterfahren. Am Samstag hatten 6700 Einwanderer den Grenzübergang bei Nickelsdorf passiert, wie die österreichische Polizei mitteilte. Eine ähnliche Zahl werde für Sonntag erwartet. Die meisten Einwanderer wollten direkt nach Deutschland weiterfahren.

Am Dienstag will Ungarn seine Grenze zu Serbien komplett für Flüchtlinge dichtmachen. Dazu war in den vergangenen Wochen ein Stacheldrahtzaun hochgezogen worden, der allerdings noch freie Passagen ließ. Ab dem 15. September sollen illegale Grenzübertritte mit Gefängnis bestraft werden, auch ein Einsatz von Soldaten an der Grenze wird dann möglich sein.

Ungarn liegt an der Westbalkanroute, über die Flüchtlinge, die in Griechenland EU-Territorium betreten haben, weiter nach Deutschland oder andere EU-Länder gelangen wollen. Nachdem tausende Einwanderer – die meisten von ihnen Syrer – tagelang an Budapester Bahnhöfen gestrandet waren, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärt, Deutschland werde die Bürgerkriegsflüchtlinge aufnehmen und nicht nach Ungarn zurückschicken.

(AFP)
 
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