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Gestorbener Altkanzler
Totenmesse für Helmut Kohl soll im Dom von Speyer geplant sein

Offenbar Totenmesse für Helmut Kohl im Dom von Speyer geplant
Trauerkerzen stehen in den frühen Morgenstunden am Haus des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl in Ludwigshafen-Oggersheim. FOTO: dpa, cdt
Berlin. Der Abschied von Altkanzler Helmut Kohl nimmt allmählich konkrete Formen an. Unter anderem soll für Kohl laut einem Medienbericht eine Totenmesse im Dom von Speyer geplant sein.

Das berichtet die "Bild am Sonntag". Nach Informationen des Blattes soll Kohl nach einem in Straßburg vorgesehenen europäischen Staatsakt mit dem Schiff über den Rhein in seine rheinland-pfälzische Heimat nach Speyer gebracht werden. Die Totenmesse im Dom werde öffentlich zugänglich sein.

Danach wird der engste Familien- und Freundeskreis in der Traukapelle im Adenauerpark in Speyer Abschied von Kohl nehmen. Vorerst aber soll Kohl in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim aufgebahrt bleiben.

Reaktionen auf den Tod Helmut Kohls

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte dem Blatt derweil zu einem Staatsakt in Straßburg: "Schon zu Lebzeiten wurde Helmut Kohl mit der Ehrenbürgerschaft Europas ausgezeichnet, um seine außerordentlichen Verdienste zu würdigen. Deshalb gebührt Helmut Kohl nun auch ein europäischer Staatsakt, für den ich mich persönlich einsetzen werde."

Es wäre das erste Mal, dass ein europäischer Staatsakt ausgerichtet wird.

Der Kommissionspräsident verwies auf die Verdienste Kohls für Europa: "Helmut Kohl war ein deutscher Europäer und ein europäischer Deutscher. Er hat die Geschicke und die Geschichte dieses Kontinents geprägt, indem er die Menschen in Ost und West in Einheit zusammengebracht hat. Dies war ihm eine besondere Mission."

(felt/KNA/dpa/AFP)
 
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