| 07.12 Uhr

Türkischer Ministerpräsident
Erdogan spricht mit EU-Politikern über Flüchtlingskrise

Recep Tayyip Erdogan besucht die EU
Der türkische Ministerpräsident Erdogan besucht die EU. FOTO: afp, MS
Brüssel. Vor dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Brüssel haben deutsche Europapolitiker die Türkei zu stärkeren Kontrollen an ihren Grenzen aufgefordert.

"Erdogan muss als Verbündeter Wert darauf legen, dass er die Grenzen wieder schließt", sagte Elmar Brok (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, der "Welt". Dabei habe er einen Anspruch auf die Kooperation der EU und auch finanzielle Unterstützung. "Das ist eine Frage der Gegenseitigkeit."

Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident des EU-Parlaments, sagte der "Welt": "Ich erwarte, dass die Türkei fortsetzt, was sie die letzten Jahre gut gemacht hat: eine vorbildliche Flüchtlingspolitik und eine wirksame Kontrolle der Außengrenze."

Fotos: Erdogan – vom Häftling zum Ministerpräsidenten FOTO: AP

Erdogan wird am Montag zu Gesprächen mit EU-Spitzenpolitikern in Brüssel erwartet. Im Mittelpunkt seines Besuchs steht die Flüchtlingspolitik und der Schutz der Grenzen. Kein Land hat mehr Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen als die Türkei. Von dort aus überqueren tausende Migranten das Mittelmeer zu den Inseln des EU-Mitglieds Griechenland.

(dpa)
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