kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Zweites Griechenland-Paket: SPD wirft Merkel Trickserei vor

zuletzt aktualisiert: 23.02.2012 - 09:00

Berlin (RPO). Kurz vor der Abstimmung über das zweite Griechenland-Paket hat die SPD Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, die Bürger über den wahren Umfang des neuen Hilfsprogramms zu täuschen.

Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, sagte der "Süddeutschen Zeitung", in den öffentlichen Verlautbarungen der Regierung sei stets von 130 Milliarden Euro die Rede. Tatsächlich seien es aber 165 Milliarden Euro, weil aus dem ersten Griechenland-Programm noch rund 35 Milliarden Euro übrig geblieben seien. Anders als zunächst behauptet, verfielen diese nun aber nicht, sondern würden ins zweite Paket übernommen, erklärte Schneider.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) spreche dennoch weiter von 130 Milliarden Euro, weil er bei der Bundestagsabstimmung am Montag sonst um eine eigene Mehrheit der Koalition fürchten müsse. "Nun wird versucht, das Volumen durch die Hintertür aufzustocken.

Es wird höchste Zeit, dass die Bundeskanzlerin vor dem Bundestag und der Öffentlichkeit die wahren Kosten und Risiken offenlegt", forderte der SPD-Haushaltsexperte. Der "Bild"-Zeitung sagte Schneider: "Die Kanzlerin versucht mit geschönten Zahlen zu Griechenland eine Zustimmung des Bundestages zu erreichen. Wenn sie in dieser zentralen Frage keine eigene Mehrheit hat, ist sie politisch gescheitert."

Vertreter der Koalition wiesen Schneiders Kritik zwar zurück, zeigten sich zugleich aber überrascht, dass die verbliebenen 35 Milliarden Euro statt über bilaterale Kredite der Euro-Länder nun über den Rettungsfonds EFSF finanziert werden sollten. "Das heißt ja, dass die Mittel des EFSF entsprechend sinken und weniger Geld für andere Dinge zur Verfügung steht", sagte der Haushaltsexperte der Union, Norbert Barthle, der "Süddeutschen Zeitung". Ähnlich äußerten sich demnach auch seine Kollegen Otto Fricke (FDP) und Priska Hinz (Grüne). Der Haushaltsausschuss im Bundestag soll am Freitag über das zweite Griechenland-Paket informiert werden.

Quelle: REU

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den ... mehr 

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem KZ in Polen entschuldigt. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

EU-Staaten

Wieder mehr CO2 ausgestoßen

Die wirtschaftliche Erholung und ein außergewöhnlich kalter Winter haben den Kohlendioxid-Ausstoß im Jahr 2010 nach kurzzeitigem Rückgang wieder in die Höhe getrieben. mehr

 
 

Frankreichs Präsident François Hollande

"Deutsch-französischer Motor überbewertet"

 

Im Strudel der Schuldenkrise

Finanzmärkte wetten auf Pleite Spaniens

 
 
 

IWF-Chefin löst Empörung aus

"Lagarde hat die Griechen beleidigt"

 

Die IWF-Chefin zeigt sich hart

Lagarde hat kein Mitlied mit den Griechen

Top-Services