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Flüchtlingskrise
Obama stärkt Merkel im Streit den Rücken

Telefonat zur Flüchtlingskrise: Obama stellt sich hinter Angela Merkel
Barack Obama und Angela Merkel haben zum Thema Flüchtlingskrise telefoniert. FOTO: dpa, vm hpl fdt
Washington . US-Präsident Barack Obama hat sich in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine faire Lastenverteilung in der EU in der gegenwärtigen Flüchtlingskrise ausgesprochen und sich damit hinter die Bundesregierung gestellt.

In ihrem Gespräch am Dienstag seien sich beide einig gewesen über "die Notwendigkeit einer Europa-weiten Lösung, bei der alle europäischen Mitgliedstaaten ihren gerechten Anteil an Flüchtlingen akzeptieren", teilte das Weiße Haus in Washington mit.

In dem Telefonat ging es den Angaben zufolge auch um die Bekämpfung von Fluchtursachen, "insbesondere durch die Erleichterung eines politischen Übergangs, der die Syrer einen kann".

Neben dem Bürgerkrieg in Syrien wurde laut Weißem Haus auch der Konflikt in der Ostukraine angesprochen. Obama und Merkel hätten unterstrichen, dass Russland und die pro-russischen Separatisten sich an die Vereinbarungen des Minsker Friedensabkommens halten müssten.

Die EU-Innenminister hatten am Dienstag bei einem Treffen in Brüssel die Umverteilung von 120.000 Asylbewerbern in Europa gegen den Widerstand von vier osteuropäischen Staaten beschlossen. Für die Anwendung einer Mehrheitsentscheidung in dem seit Wochen dauernden Streit über die Flüchtlingsverteilung hatte sich die Bundesregierung stark gemacht.

Am Mittwoch kommen die Staats- und Regierungschefs der EU zu einem Gipfel zusammen. Dieser soll sich vor allem auf das Vorgehen gegen Fluchtursachen und Möglichkeiten zur besseren Sicherung der EU-Außengrenzen konzentrieren.

(AFP)
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