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Menschenrechtsorganisation
Human Rights Watch: Foto von ertrunkenem Jungen nicht anstößig

Toter Flüchtlingsjunge am Strand: Foto laut Human Rights Watch nicht anstößig
Ein junger türkischer Polizist trägt den toten Jungen vom Strand weg. FOTO: Nilüfer Demir/Dogan News Agency/AFP
Berlin. Die Veröffentlichung des Fotos eines ertrunkenen syrischen Kindes ist aus Sicht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) nicht zu beanstanden.

"Einige sagen, das Foto sei zu anstößig, um es online zu teilen oder in unseren Zeitungen abzudrucken, aber ich finde es vielmehr anstößig, dass an unseren Küsten ertrunkene Kinder angespült werden, wenn wir mehr hätten tun können, um ihren Tod zu verhindern", erklärte der Direktor der Organisation für Kriseneinsätze, Peter Bouckaert, am Donnerstag.

Er sagte, es sei falsch, die Eltern dafür zu verurteilen, dass sie ihre Kinder auf der Flucht so einer großen Gefahr aussetzten.

Schließlich hätten viele dieser Menschen in Syrien Gräueltaten mitansehen müssen. Es sei daher nur verständlich, wenn die Eltern versuchten, ihre Kinder an einen sicheren Ort zu bringen, wo sie auf ein besseres Leben hoffen könnten. "Diese Eltern sind Helden", stellte der HRW-Direktor fest. Er hält sich aktuell in Ungarn auf, um dort mit syrischen Flüchtlingen über ihre Erfahrungen in Syrien und auf der Flucht zu sprechen.

(dpa)
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