| 11.12 Uhr

Totes Flüchtlingskind
Aylan soll in Kobane beerdigt werden

Suruc. Das Foto des toten Flüchtlingkindes Aylan Kurdi ging um die Welt. Der Leichnam befindet sich mittlerweile schon wieder in Syrien. Dort soll der Junge zusammen mit dem Rest seiner Familie bestattet werden.

Der Vater des in der Türkei geborgenen toten Flüchtlingskinds Aylan Kurdi ist am Freitag zur Bestattung seiner auf der Flucht umgekommenen Familienmitglieder in die grenznahe syrische Stadt Kobane gereist. Abdullah Kurdi traf zunächst mit den Särgen des dreijährigen Ailan, dessen fünfjährigen Bruders Galip und der Mutter der Kinder in der türkischen Grenzstadt Suruc ein, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Gemeinsam mit Angehörigen und türkischen Sicherheitskräften fuhr er dann nach Kobane.

Das Auto, in dem der Vater mit den Särgen reiste, kehrte kurze Zeit später wieder in die Türkei zurück. Journalisten und Aktivisten wurden von den türkischen Behörden an der Grenze zurückgehalten. Wie ein AFP-Journalist auf der syrischen Seite der Grenze berichtete, liefen in Kobane die Vorbereitungen für das Begräbnis.

Von Syrien nach München – die Route der Flüchtlinge FOTO: AP/Lefteris Pitarakis

Aylan, Galip und ihre Mutter waren im Mittelmeer ertrunken, als die syrische Familie aus der Türkei in das EU-Land Griechenland flüchten wollte. Ein Foto von Ailans Leiche, die am Mittwoch mit dem Gesicht im Sand an einem Strand nahe dem türkischen Ferienort Bodrum gefunden wurde, löste weltweit Bestürzung aus.

(AFP)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.