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Flüchtlingskrise
Türkei zur Rücknahme von Wirtschaftsmigranten bereit

Flüchtlingskrise: Türkei zur Rücknahme von Wirtschaftsmigranten bereit
Flüchtlinge auf der Insel Lesbos. FOTO: afp, KLC
Berlin. Die Türkei ist einem Zeitungsbericht zufolge grundsätzlich zur schnellen Rücknahme von Wirtschaftsflüchtlingen aus Griechenland bereit. Das Thema wird auch Mittelpunkt des EU-Türkei-Gipfels am Montag stehen.

Unter Berufung auf Verhandlungskreise schrieb die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", Vertreter beider Staaten verhandelten zurzeit über die Details. Sie sollten beim Treffen der Regierungschefs Griechenlands und der Türkei, Alexis Tsipras und Ahmet Davutoglu, am Dienstag in Izmir beschlossen werden.

Vertreter der EU-Kommission seien im Hintergrund an den Verhandlungen beteiligt, heißt es. Einen Tag vor dem Treffen in Izmir findet in Brüssel am Montag der EU-Türkei-Sondergipfel statt. Dabei hofft die EU auf Hilfe der Türkei, um den Zustrom von Flüchtlingen ohne Asylanspruch zu mindern.

Rückführungsantrag binnen 48 Stunden

Nach EU-Vorstellungen solle Griechenland binnen 48 Stunden, nachdem ein Migrant aufgegriffen wurde, einen Rückführungsantrag stellen, schrieb die Zeitung weiter. Die Türkei wiederum solle sich verpflichten, in zwei weiteren Tagen darüber zu entscheiden.

Positive Bescheide sollten dann binnen einer Woche vollzogen werden.
Dafür sollen nach Informationen der Zeitung türkische Beamte in den sogenannten Hotspots in Griechenland eingesetzt werden. Gegenwärtig dauert es mehrere Monate, bis Anträge gestellt und entschieden sind.
In aller Regel sind Flüchtlinge dann schon Richtung Deutschland weitergezogen - zumindest, solange die mazedonische Grenze offen war.

(dpa)
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