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Umfrage
Jugend trotzt Anti-EU-Stimmung

Umfrage unter 15- bis 24-Jährigen: Jugend trotzt Anti-EU-Stimmung
Eine junge Frau hat sich bei der Pro-Europa-Kundgebung "Pulse of Europe" im Januar eine EU-Flagge an die Mütze gesteckt. FOTO: dpa, arn rho
Gütersloh. Eine Mehrheit der Jugendlichen in Mittel- und Osteuropa steht der Europäischen Union laut einer Umfrage positiv gegenüber.

Nach einer Befragung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung unter jungen Europäern trotzen gerade diese der teilweise EU-feindlichen Rhetorik ihrer Regierungen. So bewertet eine deutliche Mehrheit der 15- bis 24-Jährigen in Ungarn (79 Prozent), Polen (76), Tschechien (73) und der Slowakei (70) die EU-Mitgliedschaft positiv. In Deutschland sind es in dieser Altersgruppe 87 Prozent, in Österreich 77.

Mit einem EU-Austritt kann sich nur eine Minderheit anfreunden. Vielmehr fordern die Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Reform der EU. In Ungarn sprechen sich 65 Prozent dafür aus, in Polen und der Slowakei sind es 64 Prozent, in Tschechien 60 Prozent.

Als größte Probleme sehen 74 Prozent aller Befragten islamistischen Fundamentalismus und Terrorismus in der EU. In Polen fühlen sich davon 83 Prozent bedroht. Migration geben 79 Prozent der jungen Polen als Problem an. Nur 64 Prozent der jungen Deutschen sehen Terrorismus als Bedrohung.

Für die repräsentative Umfrage wurden Anfang Februar 3000 Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren in Deutschland, Österreich, Polen, der Slowakei, Tschechien und Ungarn befragt. 

Im März versammelten sich an den Wochenenden deutschlandweit zum Teil mehrere Tausend Menschen, um für ein vereintes Europa zu demonstrieren.

(maxk/dpa)
 
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