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Schuldenkrise
Schäuble: "Die Griechen tun mir leid"

Porträt: Alexis Tsipras - selbsternannter Retter Griechenlands
Porträt: Alexis Tsipras - selbsternannter Retter Griechenlands FOTO: dpa, sp ase tba
Berlin/Brüssel. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble glaubt nicht an eine schnelle Lösung der griechischen Schuldenkrise. Er bezeichnete die Athener Regierung als "verantwortungslos" und gab an, dass ihm die Griechen leidtun würden.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Hoffnung auf eine rasche Lösung der griechischen Schuldenkrise vor dem Treffen der Euro-Finanzminister am Montag gedämpft. Er sei "sehr skeptisch", ob es in Brüssel eine Einigung geben werde, sagte er am Morgen im Deutschlandfunk: "Mir tun die Griechen leid. Sie haben eine Regierung gewählt, die sich im Augenblick ziemlich verantwortungslos verhält."

Griechenland sei auf einem guten Weg gewesen, wieder eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen - bis die neue Regierung gekommen sei. Um weitere Hilfen von den Euro-Ländern zu erhalten, müsse das Land nun einen Weg aufzeigen, wie es in Zukunft Geld erwirtschaften wolle, um die eigenen Ansprüche bezahlen zu können. Es sehe aber momentan nicht danach aus, dass das Links-Rechts-Kabinett von Premier Alexis Tsipras solch einen Vorschlag vorlegen werde.

Griechenland und seine internationalen Geldgeber stehen unter starkem Zeitdruck. Ende Februar laufen die Hilfen für das hoch verschuldete Land aus, danach droht die Staatspleite. Eine Zahlungsunfähigkeit Athens würde auch den anderen Euro-Staaten hohe Verluste bringen.

(dpa)
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