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Bratislava
Europa versucht beim Gipfel in Bratislava den Neustart

Bratislava. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach monatelangem Streit in der EU und dem Brexit-Votum optimistisch über die Zukunft der Europäischen Union gezeigt. "Der Geist von Bratislava war ein Geist der Zusammenarbeit", sagte Merkel gestern bei einem Auftritt mit dem französischen Präsidenten François Hollande zum Abschluss des EU-Sondergipfels in Bratislava. Die restlichen 27 Staats- und Regierungschefs "waren auch der Überzeugung, dass wir Kompromisse brauchen, dass wir das Gefühl der Solidarität brauchen, das Gefühl der Zusammenarbeit brauchen. Und dass wir auf einer Basis gemeinsamer Werte arbeiten".

Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs hatten in der slowakischen Hauptstadt nach dem Brexit-Votum ohne Großbritannien über die Zukunft der EU beraten. Merkel sprach von guten und konstruktiven Beratungen und nannte als wesentliche Ziele für die kommenden sechs Monate die Verbesserung der inneren und äußeren Sicherheit sowie die Bekämpfung der illegalen Migration und der Fluchtursachen.

Zustimmung habe es auch beim Ziel einer intensiveren Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich gegeben. Man sei sich einig gewesen, dass "wir ohne die europäische Einigung diese Ziele nicht werden erreichen können. Jedenfalls bei Weitem nicht so gut erreichen können, wie wir das jetzt gemeinsam können."

(dpa)
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