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Rom
Europarat will Geldwäsche im Vatikan beenden

Rom. Der Europaratsausschuss Moneyval hat vom Vatikan konkrete Ergebnisse im Kampf gegen Geldwäsche gefordert. Von den insgesamt 29 in dem Kirchenstaat eröffneten Verfahren wegen Geldwäsche sei keines zur Anklage oder zum Prozess gebracht worden, heißt es in dem Bericht des Ausschusses, der für die Kontrolle von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zuständig ist. "Alles in allem müssen die eingeführten juristischen Strukturen, die Geldwäsche verhindern und verfolgen sollen, jetzt auch tatsächliche Resultate liefern", fordern die Moneyval-Experten.

Sie loben den Kirchenstaat jedoch dafür, in den vergangenen Jahren einen Großteil der Defizite in der Gesetzgebung beim Kampf gegen Geldwäsche behoben zu haben. Der Ausschuss hatte Mitte 2012 erste Empfehlungen ausgesprochen und dem Vatikan kurz darauf Fortschritte bescheinigt. Vor allem unter Papst Franziskus bemüht sich der Vatikan, für Transparenz bei der Vatikanbank IOR zu sorgen.

(dpa)
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