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"Man darf auch schockierende Meinungen sagen": Ex-NPD-Mahler verteidigt Billigung der Terror-Anschläge

zuletzt aktualisiert: 14.04.2003 - 16:36

Hamburg (rpo). Ex-NPD-Anwalt Horst Mahler hat seine Billigung der Terror-Anschläge in den USA am Montag vor Gericht verteidigt.

Weil er die Terroranschläge vom 11. September 2001 gebilligt haben soll, muss sich der Neonazi-Anwalt Horst Mahler seit Montag erneut vor dem Hamburger Amtsgericht verantworten. Der umstrittene Jurist hatte die Anschläge, bei denen mehrere Tausend Menschen ums Leben kamen, im ARD-Fernsehmagazin "Panorama" am 20. September 2001 als "rechtens" bezeichnet. Im März hatte ihn bereits das Mainzer Landgericht wegen Billigung der Anschläge in einer ZDF-Sendung zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der Hamburger Prozess hatte bereits im Januar begonnen und war dann ausgesetzt worden, weil Mahler erklärt hatte, die Zitate seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. In dem Beitrag hatte er unter anderem gesagt: "Es war ein Erschrecken und gleichzeitig auch das Gefühl: Endlich mal! Endlich sind sie mal im Herzen getroffen. Und das wird sie wahrscheinlich auch zum Nachdenken bringen. Und deshalb, sage ich, war das eine Aktion, die, so grausam sie ist, rechtens war".

Der 67-Jährige betonte am Montag, er sei mittlerweile nicht mehr der Ansicht, dass die Anschläge von Islamisten verübt worden seien. Er stellte mehrere Beweisanträge, mit denen belegt werden sollte, dass die Bilder von Flugzeugen, die in das World Trade Center und in das Pentagon stürzten, manipuliert worden seien. Eine Straftat, die gar nicht begangen worden sei, hätte er schließlich auch nicht billigen können, so seine Schlussfolgerung.

Der Angeklagte beantragte unter anderem die Ladung von mehreren amerikanischen Feuerwehrleuten und Polizisten, die bei den Anschlägen vor Ort waren. Der Prozess wird am 24. April fortgesetzt.

Mahler, der die NPD im Kampf gegen einen Verbotsantrag vor dem Bundesverfassungsgericht vertreten hatte, wurde Anfang 2001 aus der Strafverteidiger-Vereinigung ausgeschlossen, nachdem er von seinen Kollegen als Rassist und Antisemit bezeichnet worden war.


 
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