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Zwölf Verletzte: Explosion in Beirut - Wenige Stunden nach Rice-Besuch

zuletzt aktualisiert: 23.07.2005 - 14:49

Beirut (rpo). Nur wenige Stunden nach dem Besuch von US-Außenministerin Condoleezza Rice ist ist Beirut eine Autobombe explodiert. Die Detonation in einer belebten Straße löste Panik aus. Zwölf Menschen wurden verletzt. Unklar ist, ob die Tat politische Hintergründe hat.

Ob es sich um ein politisch motiviertes Attentat oder um eine Abrechnung unter Kriminellen handelte, war nach Informationen der libanesischen Polizei zunächst unklar.

Der libanesische Sicherheitsbeauftragte General Aschraf Rifi sagte im Fernsehsender Future TV, die Bombe sei unter einem parkenden Auto versteckt gewesen; durch die Explosion seien zwei Fahrzeuge in Flammen aufgegangen.

Das Auto sei in einer Seitenstraße neben einer Vergnügungsmeile im Univiertel abgestellt gewesen. In der Monot-Straße sind vor allem am Wochenende viele junge Leute in den Restaurants und Kneipen unterwegs.

Rice hatte zuvor im Rahmen ihrer dreitägigen Nahost-Reise dem Libanon einen Überraschungsbesuch abgestattet, um der neuen Regierung von Ministerpräsident Fuad Siniora ihre Unterstützung auszusprechen. Sie sei gekommen, um dem "neuen Libanon", einem "demokratischen Libanon frei von jeder ausländischen Einmischung", ihre Unterstützung zu versichern, sagte Rice in Anspielung auf den Rückzug der syrischen Truppen vor drei Monaten.

US-Regierung beobachtet Ermittlungen

Ob der Anschlag mit dem Besuch von Rice in Verbindung stand, war zunächst unklar. Die US-Regierung verfolge die Ermittlungen "aus der Nähe", sagte ein Vertreter des Außenministeriums, der Rice auf ihrer Nahost-Reise begleitete.

Außer mit dem syrienkritischen Siniora traf Rice mit Präsident Emile Lahoud und mit Saad Hariri zusammen, dem Sohn des ermordeten Ex-Ministerpräsidenten Rafik Hariri. Die Partei von Saad Hariri war aus den Parlamentswahlen als stärkste Kraft hervorgegangen.

Seit Februar ereigneten sich in der libanesischen Hauptstadt neun Sprengstoffanschläge. Am 14. Februar kam der frühere Regierungschef Rafik Hariri bei einem Anschlag ums Leben. Am 12. Juli wurde Verteidigungsminister Elias Murr bei einem Autobombenanschlag verletzt.  

Quelle: afp

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