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Frankreich wichtigster Handelspartner Deutschlands: Export legte im April um 9,6 Prozent zu

zuletzt aktualisiert: 10.07.2000 - 10:01

Wiesbaden (AP). Die deutschen Unternehmen haben im April Waren im Wert von 88,5 Milliarden Mark exportiert, 9,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im März waren es allerdings noch 21,2 Prozent mehr, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Die Experten führten dies auf die höhere Zahl der Arbeitstage im März zurück. Hohe Zuwächse verzeichnete die Exportwirtschaft im April bei den Ausfuhren nach Japan mit plus 16,2 Prozent, China mit plus 19,5 Prozent und in die ASEAN-Staaten mit einem Plus von 17,3 Prozent. Die Ausfuhren in die Europäische Union stiegen mit 13,6 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich.

Der Wert der Importe stieg den Angaben zufolge im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14 Prozent auf 79,1 Milliarden Mark. Neben den gestiegenen Einfuhren aus den Rohöllieferländern nahmen vor allem die Importe aus China (plus 29,4 Prozent) und den ASEAN-Ländern (plus 27,7 Prozent) zu. Das Defizit im Handel mit Russland stieg vor allem wegen des hohen Rohölpreises binnen Jahresfrist von 0,4 Milliarden Mark auf 1,1 Milliarden Mark. Den Ausfuhren in Höhe von 0,9 Milliarden Mark standen Einfuhren von zwei Milliarden Mark gegenüber, von denen den Angaben zufolge 0,8 Milliarden Mark auf Rohölimporte zurückzuführen waren.

Nach Angaben der Statistiker entfielen von Januar bis April 58,8 Prozent der deutschen Exporte und 52,5 Prozent der Einfuhren in die Bundesrepublik auf die Mitgliedstaaten der Europäischen Union. In die Länder der Eurozone wurden 45,3 Prozent der Ausfuhren abgesetzt und 41,6 der Importe von dort bezogen. Frankreich war mit einem Anteil von 11,7 Prozent bei den Exporten und 9,8 Prozent bei den Einfuhren wichtigster Handelspartner Deutschlands noch vor den USA.

Quelle: RPO Archiv

 
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