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Großtaxi war von der Polizei verfolgt worden: Extremist bei Autoexplosion in Nordisrael getötet

zuletzt aktualisiert: 01.03.2001 - 21:27

Tel Aviv (dpa/AP). Bei der Explosion einer Bombe in einem vermutlich von Palästinensern gestohlenen israelischen Großtaxi ist am Donnerstag in Nordisrael ein mutmaßlicher Extremist getötet worden. Neun Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Explosion ereignete sich nahe der arabischen Stadt Umm-el-Fachem in Nordisrael.

Nach Polizeiangaben war der als gestohlen gemeldete Minibus längere Zeit von der Polizei verfolgt worden, die Hinweise auf ein geplantes Bombenattentat palästinensischer Extremisten erhalten hatte. Als die Beamten das mit drei Männern und einer Frau besetzte Auto stoppen wollten, löste einer der Insassen nach Polizeiangaben die Explosion aus. Dabei wurde der Mann getötet. Durch die Detonation wurden mehrere Menschen in vorbeifahrenden Autos leicht verletzt.

Auch Stunden nach dem Zwischenfall gab es keine offizielle Bestätigung für die Identität der Täter, doch sprachen die israelischen Medien von "Terroristen", die übliche Umschreibung für palästinensische Extremisten. Der stellvertretende Verteidigungsminister Efraim Sneh machte Palästinenserpräsident Jassir Arafat für den Zwischenfall verantwortlich. Arafat mache Terroranschläge erst durch seine Weigerung möglich, etwas gegen palästinensische Gruppen wie Hamas und die islamische Dschihad (Heiliger Krieg) zu unternehmen.

Die Polizei vermutet inzwischen, dass die vier Insassen im Zusammenhang mit einem versuchten Bombenanschlag vom Mittwoch in Tel Aviv stehen. Eine 27-jährige Frau, die bei der Explosion am Donnerstag verletzt wurde, soll eine Zwei-Kilo-Bombe in einem Restaurant in der Innenstadt Tel Avivs deponiert haben, die jedoch rechtzeitig entdeckt und entschärft wurde.

In Zusammenhang mit der Bombenexplosion hat die Polizei nach eigenen Angaben eine Israelin festgenommen. Medienberichten zufolge handelt es sich um eine junge Einwanderin aus Russland, die in der Umgebung von Tel Aviv wohnt. Sie soll den mutmaßlichen Attentäter am Vortag bei sich beherbergt haben.

Quelle: RPO Archiv

 
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