Frieden in Gefahr: Extremisten gewinnen Unterhaus- wahl in Nordirland
zuletzt aktualisiert: 08.06.2001 - 21:57Belfast/London (rpo). Der Ausgang der britischen Unterhauswahl in Nordirland könnte den Friedensprozess schwer belasten. Nach den am Freitagabend vorliegenden Ergebnissen errang die radikale protestantische DUP, die das Friedensabkommen ablehnt, die meisten Mandate.
Die Partei von Pfarrer Ian Paisley bekommt demnach fünf Sitze im Londoner Unterhaus, drei mehr als bisher. Sie löst damit die gemäßigten Ulster Unionisten von Friedensnobelpreisträger David Trimble als stärkste protestantische Partei ab. In einem Wahlkreis wurden die Stimmen allerdings noch einmal neu gezählt.
Das Ergebnis setzt Trimble innerhalb seiner Partei unter Druck. Dort werfen ihm die Hardliner unter Jeffrey Donaldson seit langem vor, die Wähler durch zu starke Zugeständnisse an die katholische Gegenseite in die Arme der DUP zu treiben. Bei den Katholiken legte die IRA-Nahe Partei Sinn Fein zu. Sie stellt künftig drei Unterhausabgeordnete, einen mehr als bisher.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

