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Bayreuth
Fall Peggy: DNA-Spuren von NSU-Terrorist aufgetaucht

Bayreuth. Am 7. Mai 2001 verschwand die neun Jahre alte Peggy im oberfränkischen Lichtenberg, im Sommer 2016 entdeckte ein Pilzsammler in einem Waldstück nahe des Ortes Teile ihres Skeletts. Bei der Untersuchung der dort sichergestellten Spuren wurde nun die DNA des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt festgestellt. Das teilten gestern Abend das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth mit. Dem "Spiegel" zufolge ist auch eine Verunreinigung der DNA-Probe denkbar. Das Skelett von Peggy und die Leiche Böhnhardts seien im gleichen rechtsmedizinischen Institut untersucht worden. Die Ermittlungen laufen.

Uwe Böhnhardt gehörte der rechtsextremen Terrorvereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) an, die für die Ermordung von zehn Menschen zwischen 2000 und 2011 verantwortlich gemacht wird. Am 4. November 2011 waren in Eisenach in einem ausgebrannten Wohnmobil die Leichen von Böhnhardt und seinem Komplizen Uwe Mundlos gefunden worden. In dem Wohnmobil hatten sich auch Kindersachen befunden.

Die Linke-Obfrau des NSU-Untersuchungsausschusses, Katharina König, forderte deshalb einen Abgleich der DNA von Böhnhardt sowie der DNA der weiteren mutmaßlichen NSU-Terroristen Mundlos und Beate Zschäpe mit allen ungeklärten Fällen, bei denen Kinder und Menschen mit Migrationshintergrund zu Tode gekommen sind.

Quelle: RP
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