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Fall Rainer Wendt
Ralf Jäger, der Unwissende

Fall Rainer Wendt: Ralf Jäger, der Unwissende
NRW-Innenminister Ralf Jäger während einer Landtagssitzung. FOTO: dpa, fg nic
Meinung | Düsseldorf. Es fällt immer schwerer zu glauben, dass NRW-Innenminister Ralf Jäger im Fall des Polizeigewerkschafters Rainer Wendt lange Zeit so ahnungslos gewesen ist, wie er beteuert. Von Detlev Hüwel

Es gibt schließlich neben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nur zwei kleinere Organisationen – die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) und den Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK). Deren Vorsitzenden gegenüber verhält sich das Land – seit wann ist unklar – ziemlich großzügig, indem es ihnen für ihre Gewerkschaftsarbeit eine teilweise Freistellung vom Polizeidienst einräumt. Das sollte eigentlich auch der zuständige Minister wissen.

DPolG-Chef Wendt hat daraus jedoch eine Komplettbefreiung gemacht, was seinen Vorgesetzten nicht verborgen blieb. 2012 fand ein Gespräch mit dem Innenministerium über sein Beschäftigungsverhältnis statt.

Die jetzt aufgetauchte Mail scheint zu belegen, dass Jägers engster Berater im Ministerium sein OK gegeben hat. Von alledem will der Minister nichts gewusst haben? Jäger, der Unwissende, zeigt wieder auf andere. Aber das kennen wir schon.

 
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