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Fifa bleibt das Problem

Der Fußball-Weltverband Fifa hat gestern einen neuen Präsidenten gewählt. Der Schweizer Gianni Infantino folgt auf den Schweizer Sepp Blatter. Vorher hat der Verband ein Paket an Reformen verabschiedet. Seine Probleme aber bleiben die alten. Die Korruption im Verband, nachgewiesen durch Gerichtsverfahren, Sperren und Strafen gegen eine regelrechte Armada hochrangiger Funktionäre und Ex-Funktionäre, wird nicht durch den Austausch von ein paar Mandatsträgern beendet. Sie kann erst beendet werden, wenn die Funktionäre ein anderes Denken lernen. Von Robert Peters

Der zum Glück gesperrte Blatter hat ein System geschaffen, in dem sich führende Funktionäre bedienen können und das durch kleine Wohltaten gegenüber den kleinen Verbänden am Leben bleibt. Die US-Justiz ist gerade dabei, dieses System offenzulegen. Es ist sicher, dass weitere Spitzenmanager im internationalen Fußball wegen ihrer Verstrickungen auffliegen werden. Manager, die sich gestern für die Reformen im Weltverband gegenseitig auf die Schultern geschlagen haben. Lupenreine Reformer eben.

Quelle: RP
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