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Wirtschaftsentwicklung: Finanzminister: Euro-Gruppe kann USA trotzen

zuletzt aktualisiert: 12.03.2001 - 12:33

Brüssel (rpo). Die Finanzminister der Euro-Gruppe sind weiter optimistisch, dass die Wirtschaftsentwicklung auf dem alten Kontinent der lahmenden Konjunktur den USA trotzen kann. Für 2001 und 2002 rechnen die Minister der zwölf Euro-Staaten damit, dass die Wirtschaft um jeweils rund drei Prozent wächst. Das teilte der belgische Finanzminister Didier Reynders am Montag in Brüssel mit. Reynders bekräftigte in diesem Zusammenhang, dass die Zusammenarbeit der zwölf Staaten weiter intensiviert werden müsse.

Die Entwicklungen in den USA und auch in Japan bereiten den Europäern nach den Worten Reynders zwar Sorge. Die Euro-Gruppe sei aber gut gerüstet, um dem Wind aus Übersee standzuhalten. EU-Währungskommissar Pedro Solbes betonte, die Nachfrage im EU-Binnenmarkt sei weiterhin stark. Die Finanzminister der zwölf Euro-Staaten waren am Sonntagabend in Brüssel zusammengekommen, um über die wirtschaftliche Lage zu beraten. Der Gruppe gehören alle EU-Staaten mit Ausnahme Großbritanniens, Schwedens und Dänemarks an. Den Vorsitz der Gruppe hält bis zum Jahresende Belgien.

Zur engeren Zusammenarbeit der zwölf Staaten sagte Reynders, die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Euro-Länder müssten noch stärker als jene der 15 EU-Mitglieder aufeinander abgestimmt werden. Dies müsse zunächst in einem informellen Rahmen getan werden. Ob später dann eine formelle Institution der zwölf Staaten geschaffen werden sollte, ließ Reynders offen. Es müsse aber tiefergreifendere Analysen der Entwicklung in den Euro-Staaten geben, als dies bisher der Fall sei. Damit wollen sich die Finanzminister auch bei ihrem informellen Treffen im April in Malmö beschäftigen.

Bei dem Treffen, das vor der Sitzung der 15 EU-Finanzminister am (heutigen) Montag traditionell anberaumt war, standen auch die Vorbereitungen zur Einführung des Euros als Zahlungsmittel zum 1. Januar 2002 auf dem Programm. Im Zentrum stand dabei weiterhin, die Öffentlichkeit besser mit der neuen Währung vertraut zu machen. Zunehmend spielt aber auch die konkrete Produktion und Verteilung des Euros eine Rolle. Solbes sagte, dies sei grundsätzlich Sache der Einzelstaaten.

Quelle: RPO Archiv

 
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