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Düsseldorf
Flüchtlinge sollen leichter in den Job kommen

Düsseldorf. Die Landesarbeitsminister wollen Flüchtlingen den Zugang zu Jobs in Deutschland erleichtern. Künftig soll nach ihrem Willen die sogenannte Vorrangprüfung eine Zeit lang komplett entfallen. Auf dieses Ergebnis haben sich die Länderminister nach Informationen unserer Redaktion auf ihrer Fachkonferenz in Erfurt geeinigt. Folgt die Bundesregierung dieser Empfehlung, müsste künftig also nicht mehr zuerst geprüft werden, ob sich ein Kandidat mit EU-Pass für eine Stelle findet, ehe ein Asylbewerber mit Bleiberecht sie bekommt. Bisher entfiel diese Prüfung erst, nachdem Flüchtlinge 15 Monate lang geduldet oder mit einer Aufenthaltserlaubnis im Land waren.

Diesem Antrag Hessens schlossen sich die Länder mehrheitlich ohne Gegenstimme an, wie das NRW-Sozialministerium auf Anfrage mitteilte. Sollte die Bundesregierung dem nicht folgen, könnten die Länder eine Bundesratsinitiative starten. Zudem sollen Flüchtlinge während der Zeit ihrer Ausbildung und einer sich daran anschließenden Festanstellung möglichst nicht mehr abgeschoben werden dürfen.

(kib)
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