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Düsseldorf
Flüchtlinge verlassen NRW in Scharen

Düsseldorf. Die Zahl der Flüchtlinge, die NRW seit Jahresanfang unter Inanspruchnahme von Finanzhilfen freiwillig verlassen, ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 216 Prozent auf 3106 gestiegen. Das geht aus einem Bericht von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) für den Innenausschuss des Landtags hervor. Hinzu kommen 2652 freiwillig Ausreisende, die NRW ohne Finanzhilfen verlassen.

Zudem hat NRW bis Ende Juli 2957 Personen abgeschoben. Auch das ist ein Plus von 24,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zum Stichtag 30. Juni 2016 hielten sich 59.712 Ausreisepflichtige in NRW auf, wovon allerdings 46.080 aus unterschiedlichen Gründen geduldet werden müssen und deshalb nicht abgeschoben werden können.

"Die Plätze in den Notunterkünften werden kontinuierlich abgebaut", schreibt Jäger in seinem Bericht, "Turnhallen für den Schul- oder Vereinssport werden ab Ende August 2016 nicht mehr für die Unterbringung im Landesbereich genutzt", heißt es weiter.

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der neuen Flüchtlinge in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes allerdings wieder gestiegen: Von 1058 in der 31. Kalenderwoche auf 1447 in der 33. Bis Ende August wurden NRW vom Bund seit Jahresanfang 55.764 Flüchtlinge zugewiesen. Das sind 31 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Hauptherkunftsländer der Antragsteller bundesweit waren im Juli 2016 Syrien, Afghanistan, Irak und Eritrea. Ähnlich sah es in diesem Monat auf Landesebene aus: In NRW kamen die meisten Antragsteller aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Nigeria.

(tor)
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