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Flüchtlingszahlen sind ein Ansporn zur Hilfe

Jeden Tag überschlagen sich die Zahlen: Allein am gestrigen Dienstag sind 5000 Flüchtlinge in München angekommen und 3500 in NRW. Fürs ganze Jahr wurden 800 000 Menschen vorhergesagt, seit gestern gilt auch diese Zahl bei Politikern wie NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) als überholt, weil zu niedrig. Von Martina Stöcker

Viele Bürger in diesem Land lassen sich aber von Zahlen nicht schrecken, sondern sehen sie vielmehr als Ansporn zu helfen. In einigen Kommunen ginge heute ohne die ehrenamtlichen Kräfte nichts mehr, so viele wollen beim Aufbau von Betten, bei Behördengängen oder Deutschunterricht helfen. In manchen Orten ist die Welle der Hilfsbereitschaft so heftig, dass die offiziellen Stellen die Anfragen und Angebote kaum bewältigen können, wenn sie nicht mehr Personal bekommen. Die Hilfe ist gut und gut gemeint, darf aber die offizielle Arbeit für Flüchtlinge nicht beeinträchtigen.

Wer aber die Facebookseiten der Initiativen beobachtet, ist überrascht, wie schnell Bitten erfüllt und wie zielgerichtet Probleme gelöst werden. Nach Diskussionen um ausländerfeindliche Hetze im Internet macht das soziale Netzwerk mit dieser Arbeit seinem Namen wieder alle Ehre - zum Glück.

Quelle: RP
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