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Berlin
Flugbetrieb in Incirlik soll ab heute wieder normal laufen

Berlin. Die türkische Luftwaffenbasis, die mit 240 deutschen und 1000 amerikanischen Soldaten zentraler Stützpunkt im Kampf gegen den IS ist, war von der Putschnacht betroffen. Der Strom fiel aus, und die Flüge der Anti-IS-Allianz konnten nicht starten. Die türkische Regierung hatte den Luftraum gesperrt.

Ab heute soll der Betrieb mit den deutschen Aufklärungstornados und dem Tank-Airbus wieder normal laufen, wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) unserer Redaktion sagte. "Ich bin erleichtert, dass es allen unseren Soldatinnen und Soldaten gut geht. Nach den Ereignissen von Samstagnacht wurde die Sicherheitsstufe für das gesamte Areal weiter erhöht", betonte die Ministerin. In Incirlik sei am Wochenende schnell wieder Ruhe eingekehrt. Die Verteidigungsministerin betonte, es sei ein gutes Zeichen, dass in den dunklen Stunden die demokratisch gewählten Parteien geschlossen gegen die Putschisten zusammengestanden hätten: "Ich kann nur hoffen, dass Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Türkei jetzt den Platz bekommen, den sie brauchen." Das Land müsse enorme Herausforderungen bewältigen: "den brutalen Terror im Inland, die Kriege an den Grenzen und Millionen Flüchtlinge, die in der Türkei Schutz suchen".

Infolge des Putschversuchs ist nach türkischen Medienberichten auch der Kommandeur der Luftwaffenbasis Incirlik festgenommen worden - zudem weitere zehn Soldaten und ein Polizist.

(höh/qua)
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