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Paris
Frankreich geht wegen Streikwelle das Benzin aus

Paris. Angesichts von Benzin- und Dieselknappheit an zahlreichen Tankstellen hat die französische Regierung eine harte Linie gegen Blockierer von Treibstoffdepots angekündigt. Französische Polizisten räumten gestern die Blockade einer Raffinerie und eines Kraftstofflagers in der Nähe von Marseille. Premierminister Manuel Valls warf der Gewerkschaft CGT vor, in ihrem Protest gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform Verbraucher und Industrie als Geiseln zu nehmen. Weitere Depots würden "befreit", versprach Valls während einer Nahost-Reise in einem Interview des Senders Europe 1. CGT-Chef Philippe Martinez kündigte im Gegenzug eine Ausweitung von Streiks an: "Wir rufen zu einer Generalisierung der Streiks auf, überall, in allen Sektoren." Valls spiele "ein gefährliches Spiel".

Blockaden und Streiks gegen die Arbeitsmarktreform hatten in den vergangenen Tagen zu Versorgungsengpässen an Tankstellen vor allem im Nordwesten geführt. Am Montag waren laut CGT sechs von acht Raffinerien des Landes von Aktionen betroffen, rund 20 Prozent der rund 12.000 Tankstellen waren nach Angaben von Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies geschlossen oder hatten große Schwierigkeiten.

(dpa)
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