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Paris
Französische Elite-Kämpfer offenbar in Libyen im Einsatz

Paris. "Wir sind im Krieg gegen den Terrorismus", verkündete der französische Präsident François Hollande nach den Anschlägen im November. Geheimer Schauplatz dieser Auseinandersetzung mit dem Islamischen Staat (IS), der die Attentate in Paris verübte, ist seit einigen Wochen offenbar auch Libyen. Presseberichten zufolge machen Spezialkräfte der französischen Armee und des Auslandsgeheimdienstes in dem nordafrikanischen Land verdeckt Jagd auf IS-Kämpfer.

"Es ist logisch, Vorauseinheiten vor Ort zu haben, um das Gelände zu kennen und die verschiedenen Akteure, damit wir wissen, wer mit uns verbündet ist und wer nicht", zitierte "Le Figaro" aus dem Umfeld von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian. Zwei libysche Quellen bestätigten der Zeitung, dass französische Soldaten sich auf einem Stützpunkt nahe Bengasi aufhalten. Die Spezialeinheiten sollen mit Briten und der US-Armee zusammenarbeiten, die bereits mehrfach IS-Stellungen in Libyen aus der Luft angegriffen hat. So hätten französische Geheimdienstinformationen im November den tödlichen Angriff auf den Anführer des IS in Libyen, Abu Nabil, ermöglicht, berichtete die Zeitung "Le Monde".

In Libyen sollen mindestens 3000 IS-Kämpfer leben, vor allem in Syrte, einer Hafenstadt. "Erstmals verfügt der IS über eine Küste", warnte der französische Marine-Stab. "Wir bereiten uns auf harte Szenarien auf See vor".

(lon)
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