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Höxter
Frau stirbt nach wochenlanger Misshandlung auf Hof in Höxter

Höxter. Eine Frau ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft wochenlang in einem abgelegenen Gehöft im ostwestfälischen Höxter gefangen gehalten worden und schließlich an schweren Misshandlungen gestorben. Die Frau war den Ermittlungen zufolge durch eine Partnerschaftsanzeige in die Hände ihrer mutmaßlichen Peiniger geraten. Gegen einen 46-Jährigen und seine 47 Jahre alte Ex-Frau sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn: "Die Obduktion hat ergeben, dass das Opfer durch stumpfe Gewalt gegen den Kopf gestorben ist."

Der 46-Jährige habe eine Zeitungsannonce geschaltet und darin nach einer Frau für eine feste Beziehung gesucht, teilten die Ermittler mit. Nach einer kurzen Phase des Kennenlernens sei die 41-Jährige aus Bad Gandersheim in Niedersachsen in das abgelegene Haus des Mannes und seiner Ex-Frau in Höxter gezogen. "Hier wurde die Frau festgehalten und körperlich misshandelt", erklärten die Ermittler. Hinweise auf ein Sexualdelikt gebe es bislang nicht.

Am 21. April habe das Paar die körperlich schwer angeschlagene Frau zurück nach Bad Gandersheim bringen wollen. Das Auto sei aber mit einem Motorschaden liegengeblieben. Die Verdächtigen hätten daraufhin einen Rettungswagen gerufen. Ein Notarzt brachte die Frau dann ins Krankenhaus nach Northeim bei Göttingen. Dort sei sie zwei Stunden später gestorben.

(dpa)
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