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Freital/Karlsruhe
Schlag gegen mutmaßliche Rechtsterroristen in Sachsen

Freital/Karlsruhe. Der Bundesanwaltschaft ist ein Schlag gegen gewalttätige Rechtsextremisten in Sachsen gelungen. Spezialeinheiten der Bundespolizei nahmen gestern Morgen vier Männer und eine Frau wegen des Verdachts auf Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung fest. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, wurden außerdem mehrere Wohnungen in dem Bundesland durchsucht. Die fünf Festgenommenen seien dringend verdächtig, gemeinsam mit weiteren mutmaßlichen Tätern spätestens im Juli 2015 die rechtsterroristische Vereinigung "Gruppe Freital" gegründet zu haben.

Ziel der Vereinigung sei gewesen, Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberunterkünfte sowie Wohnprojekte von politisch Andersdenkenden zu begehen. Den Ermittlungen zufolge seien der rechtsterroristischen Vereinigung bislang drei Sprengstoffanschläge zuzurechnen, so in der Nacht vom 19. auf den 20. September 2015 auf eine Flüchtlingsunterkunft in Freital. In der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober 2015 hätten mehrere Beschuldigte ein alternatives Wohnprojekt in Dresden angegriffen.

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 2015 soll die Gruppe einen Anschlag auf eine weitere Asylbewerberunterkunft in Freital verübt haben. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte, durch den Zugriff seien weitere mögliche Anschläge dieser Gruppierung gegen Asylunterkünfte und politische Gegner verhindert worden.

(epd)
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