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Genf
Friedensgespräche für Syrien sollen Freitag beginnen

Genf. Nach fast fünf Jahren Krieg in Syrien sollen sich Vertreter der Opposition und des Assad-Regimes am Freitag zusammensetzen und sich auf einen Waffenstillstand einigen. Das erklärte gestern der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura. Allerdings wollte de Mistura die Einladungen für die Gespräche erst im Laufe des heutigen Tages verschicken. Er betonte, dass noch immer nicht klar sei, welche Gruppen die Opposition vertreten sollten. So wird vor allem der Kurdenkonflikt zur Belastungsprobe für die Friedensgespräche. Presseberichten zufolge erwägt die türkische Regierung einen Boykott der Verhandlungen, falls die syrische Kurdenpartei PYD eingeladen werden sollte. Ursprünglich wollte der Syrien-Sondergesandte die Verhandlungen gestern eröffnen.

Im Dezember hatte der UN-Sicherheitsrat einen groben Fahrplan für eine politische Lösung des Syrienkonflikts verabschiedet. Danach sollen sich die syrischen Konfliktparteien auf eine Übergangsregierung einigen, später sind eine neue Verfassung und Wahlen vorgesehen. Der Prozess soll innerhalb von 18 bis 24 Monaten abgeschlossen sein. Der Konflikt in dem Bürgerkriegsland begann 2011. Die Vereinten Nationen werfen nahezu allen beteiligten Gruppen vor, Kriegsverbrechen zu verüben.

(epd)
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