| 08.12 Uhr

Stichwort
Frischer Wind

Muffig - das ist das Schlimmste, was über eine Organisation oder gar eine Partei gesagt werden kann. Schlimmer jedenfalls als radikal, korrupt oder abgehoben. Deshalb muss jeder neue Kandidat oder Vorsitzende erst einmal die Durchlüftung seiner Partei ankündigen. Der Anwärter auf den Grünen-Vorsitz, Robert Habeck, nennt das "frischen Wind". Und erhofft sich davon vor allem Rückenwind für seine Kandidatur. Auch der neue SPD-General Lars Klingbeil träumt von frischen Ideen und davon, dass es keine Denkverbote geben darf. Frische Luft, respektive frischer Wind, hat dem Denken ja noch nie geschadet. Doch wer Wind sät, kann Sturm ernten. Oder den Widerstand derer herausfordern, die alles so wie immer machen wollen. Dann wird aus dem frischen Wind schnell ein laues Lüftchen. kes
Quelle: RP
 
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