Für zahlreiche Massaker in Algerien verantworlich: Führer der extremistischen GIA in Algerien getötet
zuletzt aktualisiert: 10.02.2002 - 15:19Algier (rpo). Der Führer der extremistischen Bewaffneten Islamischen Gruppe (GIA), Antar Zouabri, ist von algerische Sicherheitskräfte getötet worden.
Nach Militärangaben warfen sie am Freitag Granaten in ein Haus in Boufarik, 25 Kilometer südlich von Algier, wo sich Zouabri und zwei weitere Fundamentalisten aufhielten. Alle drei Männer seien dabei ums Leben gekommen, teilte Generalmajor Brahim Cherif-Fodil am Samstag mit. "Wir haben einen Verbrecher der schlimmsten Sorte eliminiert", sagte Cherif-Fodil.
Zouabri hatte die GIA seit dem gewaltsamen Tod seines Vorgängers Djamel Zitouni 1996 geführt. Die Gruppe wird für zahlreiche Massaker in Algerien verantwortlich gemacht. Seit Beginn des algerischen Bürgerkriegs 1992 sind mehr als 130.000 Menschen getötet worden. Die Gewalt war eskaliert, nachdem die Streitkräfte den Wahlsieg der Islamischen Heilsfront (FIS) nicht anerkannt hatten.
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