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USA unterstützen Demokratisierungsprozess in Peru
Fujimori weit Gerüchte um Militärputsch zurpück

Washington/Panama-Stadt (AP). Der peruanische Präsident Alberto Fujimori hat bei seinem überraschenden Besuch in den USA Rückendeckung für die angekündigten Neuwahlen und die Demokratisierung des Landes erhalten. Wegen eines Bestechungsskandals um Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos hatte Fujimori vor zwei Wochen Neuwahlen angekündigt, bei denen er nicht mehr antreten will.

US-Außenministerin Madeleine Albright lobte diese Entscheidung am Freitag: "Sie haben das Richtige getan", sagte sie zu Fujimori. Nach Angaben von Außenamtssprecher Richard Boucher forderte sie den peruanischen Präsidenten auch zu Reformen auf, mit denen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl künftig ausgeschlossen werden sollen.

Gerüchte über einen bevorstehenden Militärputsch wies Fujimori zurück: "Stabilität und Demokratie werden garantiert." Bei seinem Besuch in Washington traf er auch mit dem Sicherheitsberater von US-Präsident Bill Clinton, Sandy Berger, zusammen. Albright und Berger bescheinigten Fujimori, dass er mit der Entscheidung für Neuwahlen den richtigen Weg zur Demokratie verfolge.

Unterdessen kündigte die panamaische Präsidentin Mireya Moscoso an, innerhalb von zwölf Tagen über den Asylantrag Montesinos zu entscheiden. Ungeachtet des Drucks der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), die auf die Aufnahme Montesinos drängt, um die politische Lage in Peru zu entspannen, erklärte Moscoso, sie wäge noch ab. Montesinos galt als rechte Hand des autokratisch regierenden Fujimori, am vergangenen Sonntag hatte er sich nach Panama abgesetzt.

(RPO Archiv)
 
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