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Düsseldorf
G 8 - Schulministerin macht Druck auf Gymnasien

Düsseldorf. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) verschärft den Ton gegenüber den Gymnasien. Sie ermahnte die Schulen, die Entlastungen auf dem Weg zum Abitur nach acht Jahren (G 8) schnell umzusetzen. Dazu gehören die Begrenzung des Nachmittagsunterrichts und der Hausaufgaben. So soll es an Tagen mit Nachmittagsunterricht prinzipiell keine Hausaufgaben geben. Außerdem soll die Zahl der Klassenarbeiten beschränkt werden. Ergänzungsstunden sollen künftig nur noch der individuellen Förderung dienen. Die Änderungen sollen demnach "zum Schuljahr 2015/16" wirksam werden, das am Mittwoch beginnt.

Doch offenbar haben manche Gymnasien noch keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen. Sie waren gehalten, noch vor Beginn der Sommerferien auf einer Schulkonferenz - also unter Einbeziehung von Lehrern, Schülern und Eltern - einen Handlungsplan zur Umsetzung des ministeriellen Erlasses aufzustellen und den Bezirksregierungen eine entsprechende Rückmeldung zu geben. Bei denjenigen Gymnasien, die dies bislang versäumt haben, werde entgegen bisheriger Gewohnheit "stärker regulierend" eingegriffen, kündigte die Ministerin gestern an. Die Umsetzung der Erleichterungen für Gymnasiasten müsse auf alle Fälle im Laufe des neuen Schuljahres erfolgen. Die jeweilige Schulaufsicht werde beratend zur Seite stehen.

(hüw)
 
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