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G7 einig gegen Russland

Man kann über den Sinn des G7-Gipfels vor der Postkarten-Kulisse lange diskutieren. Dass sich die führenden Vertreter der Industrienationen so deutlich gegen eine Entspannungspolitik gegenüber Russland ausgesprochen haben, ist ein eindeutiges Signal. Selbst Japan, das seine eigenen Nachbarschaftskämpfe im Nordpazifik mit Putins Riesenreich ausfechtet, trägt die Drohungen gegen Putin mit. Ob die neuerliche Spirale aus Drohungen und Verbalattacken die richtige Strategie ist, muss indes bezweifelt werden. Von einem neuen Konzept für ein Europa mit Russland sind wir weit entfernt. Von Michael Bröcker

Schade auch, dass ein kraftvolles Bekenntnis zum Freihandelsabkommen in letzter Minute aus der Abschlusserklärung geflogen ist. TTIP kann als Konjunkturprogramm für Europa wirken, den alten Kontinent im weltweiten Wettbewerb der Boomregionen stärken. Gerade Deutschland dürfte profitieren. Wie soll das bislang nur durch Intransparenz, Polemik und Geheimniskrämerei aufgefallene Thema offensiv kommuniziert werden, wenn selbst die G7 kein klares Votum für den Freihandel abgeben? Elmau hat schöne Bilder produziert. Man freut sich, dass die sieben Staatschefs so nett miteinander umgehen. In der Sache hätte mehr dabei herumkommen dürfen.

Quelle: RP
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