kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

"Beweise lächerlich": Gaddafi bestreitet Schuld Libyens an Lockerbie-Anschlag

zuletzt aktualisiert: 05.02.2001 - 19:30

Tripolis (dpa) - Der libysche Revolutionsführer Muammar el Gaddafi hat erneut jede Beteiligung seines Landes am Anschlag von Lockerbie bestritten. Der von einem schottischen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilte Libyer Abdel Bassit el Mekrahi (48) sei unschuldig, sagte Gaddafi am Montag vor Journalisten in Tripolis. Das Gericht habe Mekrahi einfach zum Schuldigen erklärt.

In seiner Verteidigungsrede blieb Gaddafi jedoch die angekündigten neuen Beweise für die Unschuld des früheren libyschen Geheimdienstmitarbeiters schuldig.

Bei dem Anschlag auf ein amerikanisches Verkehrsflugzeug der Gesellschaft PanAm im Dezember 1988 über dem schottischen Ort Lockerbie waren 270 Menschen ums Leben gekommen.

Gaddafi bezeichnete den Prozess im niederländischen Kamp Zeist als politisches Verfahren unter erheblichem Druck. Für die Vereinigten Staaten und Großbritannien wäre die Freilassung der beiden Libyer zur Peinlichkeit vor der ganzen Welt geworden. Mekrahi sei von beiden Ländern als Geisel genommen worden.

Aus Sicht Gaddafis ist der Lockerbie-Prozess ein Verfahren zwischen Gut und Böse, Unterdrückern und Unterdrückten sowie Engeln und Teufeln gewesen. Die im Verfahren gegen Mekrahi vorgebrachten Beweise nannte er lächerlich. Gaddafi kritisierte, die Untersuchung des Anschlages sei nicht von einer unabhängigen Kommission, sondern von amerikanischen und britischen Geheimdienstmitarbeitern geführt worden.

Nach neunmonatigem Indizienprozess hatte ein schottisches Gericht Mekrahi am 31. Januar zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Libyer will gegen das Urteil Berufung einlegen.

Quelle: RPO Archiv

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
IAEA: Iran hat Spuren verwischt

Neue Vorwürfe im Atomstreit

IAEA: Iran hat Spuren verwischt

Der Iran hat nach Informationen der IAEA in einer verdächtigen militärischen Versuchsanlage Spuren verwischt. mehr 

Salafisten, Rocker und Fußball-Chaoten im Visier

Innenministerkonferenz

Salafisten, Rocker und Fußball-Chaoten im Visier

Die Innenminister und -senatoren sind in Göhren-Lebbin zu ihrer Frühjahrskonferenz zusammengekommen. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Neue Vorwürfe im Atomstreit

IAEA: Iran hat Spuren verwischt

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Ägyptens Ex-Präsident

Mubarak spottet über Politiker

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Politik ist langweilig? Vergessen Sie's!

reichstag berlin kuppel DDP 2005-0801

Politik ist Drama, Komödie und gelegentlich großes Kino. Aus Berlin schauen unsere Korrespondenten auf das Geschehen.

Top-Services