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Düsseldorf
Geistliche fordern zu Ostern Nächstenliebe und Solidarität

Düsseldorf. Die traditionellen Osterpredigten standen in diesem Jahr vor allem im Zeichen des Terrors. Papst Franziskus erinnerte auf dem Petersplatz in Rom an die Opfer der Anschläge von Brüssel und verurteilte die "geistigen und moralischen Abgründe der Menschheit". Terrorismus sei eine "blinde und grausame Form von Gewalt, die nicht aufhört, unschuldiges Blut in vielen Teilen der Erde zu vergießen". Franziskus zeigte sich erneut solidarisch mit den vielen Menschen, "die in eine bessere Zukunft unterwegs sind, die immer größer werdende Schar der Migranten und Flüchtlinge".

Auch viele deutsche Bischöfe riefen in ihren Osterpredigten zu mehr Solidarität in der Gesellschaft und Offenheit gegenüber Flüchtlingen auf. Christen bräuchten keine Angst zu haben, "überfremdet oder sogar islamisiert" zu werden, sagte der katholische Bischof Felix Genn.

Der lateinische Patriarch Fuad Twal erinnerte in der Grabeskirche in Jerusalem ebenfalls an den Terror von Belgien. Der Schmerz "über diese Tragödie durchbohrt unser aller Herzen, rund um die Welt".

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, rief in Düsseldorf zu Gebeten für die Opfer des Terrors in Pakistan auf. "Wir halten an der Osterbotschaft fest und vertrauen darauf, dass das Leben stärker ist als der Tod."

Die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, sagte: "Wir sollten versuchen, den Terroristen mit Beten und Liebe zu begegnen."

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, forderte die Christen auf, nicht nur "kritisierend am Wegrand" zu stehen, sondern Träger einer Kultur der Hoffnung zu sein.

(dpa, epd)
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