| 10.09 Uhr

Persönlich
Georg Brockmeyer . . . soll nach SPD auch SPÖ helfen

Die Sozialdemokraten in Österreich holen sich einen deutschen Wahlkampfspezialisten als Kommunikationschef. Der niedersächsische SPD-Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer solle diesen Posten übernehmen, sagte der SPÖ-Chef und ehemalige Bundeskanzler Christian Kern gestern der Wiener Zeitung "Kurier". "Mit Georg Brockmeyer kommen wir in die Lage, die Kampagnenfähigkeit der Partei wiederherzustellen", sagte Kern weiter.

Die Sozialdemokraten sind nach der Parlamentswahl im Oktober aus der österreichischen Regierung geflogen. Das lag unter anderem am Wahlkampf, der von zahlreichen Pannen geprägt war. In fünf Jahren möchte Kern die neue ÖVP-FPÖ-Regierung herausfordern. Brockmeyer soll dabei mit seiner Erfahrung helfen. "Ja, es stimmt: Ende Januar 2018 werde ich mit meiner Familie nach Wien umziehen", bestätigte der seit 25 Jahren in der SPD verankerte Kommunikationsexperte. Der Wechsel nach Österreich ist für Brockmeyer eine Rückkehr und auch privat folgerichtig: Der 42-Jährige Vater eines Sohnes ist mit einer Österreicherin liiert. Dass er ein Spezialist für den Wahlkampf ist, bewies er erst kürzlich. Brockmeyer hatte für Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die diesjährige Landtagswahl erfolgreich organisiert. "Stephan Weil hat mich 2015 quasi aus Wien abgeworben und nach Niedersachsen geholt", sagte er. Zuvor arbeitete der aus Freiburg stammende Brockmeyer bei einer PR-Agentur in Wien. "Hannover war für meine Lebensgefährtin und mich nie der Ort, wo wir unsere Zukunft sahen. Das war für uns immer klar."

Eigentlich hatte er jetzt mit einer Aufgabe in der Bundes-SPD in Berlin geliebäugelt. Doch trotz entsprechender Signale blieben die Reaktionen von dort aus. "Es gab genug Leute, die davon wussten", sagte Brockmeyer. In Österreich wird er dafür nun mit offenen Armen empfangen.

Sebastian Esch

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Persönlich: Georg Brockmeyer . . . soll nach SPD auch SPÖ helfen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.