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Gesetzgeber muss Autokäufern helfen

Unter den Augen von Händlern, Herstellern und Politik hat sich in Deutschland eine Mafia entwickelt, die massenhaft und quasi in aller Öffentlichkeit Tachostände fälscht. Die finanziellen Schäden für die Käufer schätzt der ADAC auf jährlich sechs Milliarden Euro. Trotzdem unternimmt niemand ernsthafte Anstrengungen gegen den Massenbetrug. Von Thomas Reisener

Die Täter müssen nicht mal viel können. Meist sind es Kleinkriminelle, deren Qualifikation für ehrliche Arbeit nicht ausreicht. Und ausgerechnet dem Land der Ingenieure, in dem das Auto erfunden wurde und das bis heute über die besten Motorenbauer und Mechatroniker der Welt verfügt, fällt auf diese schmierigen Hinterhof-Bastler keine passende technische Antwort ein?

Diese Peinlichkeit ist nur mit mangelnder Motivation zu erklären. Also muss die Politik den Herstellern strengere Auflagen für mehr Fälschungssicherheit machen. Zum Beispiel eine zentrale Datenbank, die regelmäßig und automatisch per Funk die Kilometerstände aller Autos erfasst. Dann würde jede Manipulation sofort auffallen. Möglichkeiten gibt es genug. Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD) muss nur wollen.

Quelle: RP
 
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