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Gestutzter Klimaplan

Es ist nicht der große Wurf geworden, den Umweltministerin Barbara Hendricks als Beitrag der Deutschen auf der Weltklimakonferenz in Marrakesch vorstellen wird. Ihre Ressortkollegen haben die Emissionsziele kräftig zusammengestrichen, die Landwirtschaft ist ganz ausgenommen, und bei den fossilen Energieträgern muss die Chef-Ökologin noch lange auf einen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle warten. Von Martin Kessler

Hendricks kann sich bei ihrer Kanzlerin erkundigen, wie das so ist, mit einem gestutzten Plan auf eine große Konferenz zu fahren. Das erging der früheren Umweltministerin Angela Merkel oft nicht anders. Nicht einmal in ihrer SPD konnte sich die Niederrheinerin Hendricks so richtig durchsetzen.

In der Sache ist nicht alles verkehrt, was jetzt verhindert wurde. Aber den Verkehr nicht auf ein deutlich reduziertes Emissionsziel zu verpflichten, ist ein großer Fehler. Die in Umwelt-Betrug verstrickte Autoindustrie sollte nicht für ihre teilweise unsauberen Methoden noch belohnt werden. Hier hätte die Ministerin größere Standfestigkeit beweisen müssen.

Quelle: RP
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